In diesem Beitrag wird zunächst der historische und ideologische Zusammenhang nachgezeichnet, vor dem das Verhältnis Nietzsches zu Schiller – auf der langen Welle der Wiederentdeckung Nietzsches durch die Edition von Colli und Montinari – im Italien der 1970er und 1980er Jahre in den Fokus genommen wurde. Danach wird die Kontinuitätslinie dargestellt, die vor allem Schillers und Nietzsches Anthropologie und Kulturkritik miteinander verbindet. Zuletzt wird deutlich gemacht, dass der „moderne heroische Nihilismus“ (Riedel) die Voraussetzung zur Errichtung einer ästhetischen Kultur darstellt, die sowohl Schiller als auch Nietzsche als erhabene Kultur des Willens auffassten.