Der vorliegende Artikel stellt erste Ergebnisse einer korpusbasierten Studie zum deutschen PR-Wortschatz vor, deren Daten multiperspektivisch erhoben wurden. Um domainenspezifischen Gebrauch und jeweilige Rezeption durch die angesprochenen Empfänger zu beleuchten, wurden typische PR-Textarten sowie die in ihnen realisierten Handlungsmuster, mit denen PR-Akteure den Berufsstand in der öffentlichen Meinung des deutschsprachigen Raums (re)positionieren wollen, anhand textlinguistischer Mittel analysiert. Dabei sollte sowohl die Varianzbreite der nach Länder-Varietäten differenzierten fachinternen Lexik als auch ihr in Synergie mit kulturspezifischen Textartenmerkmalen geleisteter Beitrag zur Fachinformationsstruktur erfasst werden. Die Erstellung kleiner, ausgesuchter Korpora für die in einem bestimmten PR-Zweig am häufigsten eingesetzten Textarten sollte auch die lexikalisch-stilistisch realisierte (oder nicht realisierte) Abgrenzung zu Marketing, Werbung und Politik offen legen. Die Ergebnisse wurden mit diversen den aktuellen Gebrauch der deutschen Sprache dokumentierenden Großkorpora gekreuzt.