Der Beitrag befasst sich mit der Frage, wie Italianismen als die Imitation italienischer Sprachmuster (auf Ebene von Lexemen, Mehrworteinheiten und Morphemen) in die einzelnen Varietäten des Deutschen eingebettet sind. Den theoretischen Rahmen und die Quelle für viele Beispiele bieten dabei die Projekte DIFIT und Osservatorio degli italianismi nel mondo (OIM).
Nach einem Überblick über die unterschiedliche Verteilung der Entlehnungen aus dem Italienischen in der Allgemeinsprache, in einzelnen Fachsprachen und Diskursformen sowie diatopisch in den nationalen und regionalen Varietäten des Deutschen in Abschnitt 3, beschreibt Abschnitt 4 das Projekt OIM näher und zeigt, wie dieses die Stellung des italoromanischen Lehnguts im System der Empfängersprachen und die spezifischen Sprachkontaktkonstellationen abbildet sowie die Migrationspfade von Italianismen nachverfolgt.