Kunst hat laut einige Philosophen (Nietzsche, Sartre, Heidegger, etc.) eine besondere strukturelle (me-ontologische) Beziehung zum Nichts-Problematik. Ist Kunst (laut dem ‘platonischen’ wohl berühmtem Urteil) von der einen Seite besonders gut durch die Begriffe des Scheins und des Bildes verstanden, wird sie gegen das Sein der wirklichen Realität entgegengesetzt. Von der anderen Seite aber, Kunst spiegele die Nichtigkeit selber der wirklichen Welt wieder: Ist die Welt als sinnlos oder als nicht-seiendes begriffen, dann ist die Kunst wirklichere und seiendere als das Sein der ‘wirklichen’ Realität. Ist dies Verständnis der Kunst haltbar? Der Vortrag wird diese Frage diskutieren, indem der Begriff des ‘künstlichen’ bzw. ‘ästhetischen Scheins’ und die phänomenologische Definition der Kunst durch den Begriff ‘Entwirklichung’ nachgefragt werden.