Fichtes Philosophie kann als Modell für die reflexive Auffassung des Transzendentalen Argumentation (TA) angenommen werden. In den späten Darstellungen der WL kritisiert Fichte mit Argumenten dieser Art den Ansatz der Philosophie Spinozas oder den Begriff des Dinges-an-sich, den Fichte für eine prot statio facto contraria, d. h. für einen performativen Widerspruch hält. In Beziehung auf das Thema »TA« vollzieht Fichte jedoch in der TL II6 etwas gründlicheres: Denn die TL II bietet eine transzendentale Begrün- dung der philosophischen Argumentation, die die logische und epistemo- logische Form des Wissens in actu exercitu darstellt, indem sie gerade die performativen Widersprüche der formalen Logik und der naturali- stischen bzw. faktischen Konzeption des TA zeigt und sie als falsche Positionen abweist.