In diesem Beitrag wird untersucht, welche Argumentationsmuster bzw. Denkfiguren sich zu welchen Framing-Zwecken und auf welche Weise mit bestimmten Erzählformen in den politischen Diskursen unterschiedlicher Akteure verbinden, die sowohl dem politischen Zentrum als auch der politischen Peripherie angehören. Im Speziellen wird dazu die auf größtmögliche Breitenwirkung ausgerichtete Online-Kommunikation eines für beide Kategorien in Deutschland und Österreich repräsentativen Samples analysiert, die sich derzeit an den korrelierenden Diskurssträngen um Flüchtlingsströme und Zukunft der EU beteiligt. Der Fokus liegt dabei auf den (text-)linguistischen Gestaltungsmitteln, mit denen Begrifflichkeiten, Interpretationsrahmen und Agenda Setting der Rezeption politischer Sachverhalte geprägt sowie gesteuert werden.